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Europa stärken, Krisen gemeinsam bewältigen – Außenpolitik mit Haltung

Die aktuellen Herausforderungen in der internationalen Politik, die Lage in der

Ukraine, der Umgang mit China und die transatlantische Partnerschaft

standen im Mittelpunkt des Besuchs von Außenexpertin Renata Alt, der

Vorsitzenden des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im

Deutschen Bundestag bei den Freien Demokraten um Chris-Robert Berendt,

Bundestagskandidat im Wahlkreis Aalen-Heidenheim.

„China ist inzwischen zum größten Rivalen der USA geworden.“ stellt Renata

Alt fest. „China verfolgt mit wachsendem Selbstbewusstsein eine Politik, die

wirtschaftliche Interessen, geopolitischen Einfluss und autoritäre Kontrolle

vereint“, so Renata Alt. „Diese Politik hat direkte Folgen für Europa. Wir

müssen wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren und Innovationen sowie

die Wettbewerbsfähigkeit unserer eigenen Wirtschaft stärken.“

Renata Alt betonte insbesondere die besorgniserregende

Menschenrechtslage in China: „Die systematischen

Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang sind nicht hinnehmbar. Die

Inhaftierung und Umerziehung von Millionen Uiguren, der Ausbau eines

Überwachungsstaates und die Repressionen gegen ethnische und religiöse

Minderheiten zeigen das wahre Gesicht des chinesischen Regimes.“

Auch die Entwicklung in Hongkong sei ein ernster Rückschlag für die

Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. „Mit dem sogenannten Sicherheitsgesetz

hat die chinesische Regierung endgültig die Freiheit und Autonomie

Hongkongs erstickt. Europa darf dazu nicht schweigen“, so Alt weiter.

In Europa und Deutschland kaufen Chinesen systematisch Firmen auf, die

keinen eigenen Nachfolger finden. In Afrika geht es um Rohstoffe und

Ländereien, jedoch finden Afrikaner dort kaum Arbeit. Überwiegend werden

chinesische Mitarbeiter bei der Errichtung von Infrastruktur eingesetzt, so

dass die Abhängigkeit der Afrikaner wächst.

Auch der Blick in die osteuropäischen Staaten macht Sorgen. In der Slowakei

beispielsweise werden neue Brennstäbe für die Stromversorgung benötigt,

60% des Landes wird mit Atomstrom russischer Technologie versorgt.

Bislang gelingt es westlichen Ländern nicht in ausreichendem Maß geeignete

Brennstäbe zu produzieren. Stattdessen beginnen nun Chinesen

einzuspringen. In der Presse wird bislang noch wenig berichtet, wie China

Stück für Stück den Balkan aufkauft.

Der Blick nach Osteuropa ist weiterhin vom Krieg in der Ukraine dominiert.

„Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein Angriff auf die Freiheit

und Souveränität Europas“, betonte Chris-Robert Berendt. „Deutschland und

Europa müssen geschlossen handeln und die Ukraine weiterhin militärisch,

wirtschaftlich und humanitär unterstützen.“ Die FDP stehe fest an der Seite

der Ukraine und werde sich für eine klare europäische Linie einsetzen.

Die FDP fordert eine klare und selbstbewusste europäische Linie im Umgang

mit China. „Eine Zusammenarbeit mit China ist notwendig, aber sie darf nicht

um jeden Preis erfolgen. Europa muss seine Werte verteidigen und sich für die Rechte derjenigen einsetzen, die in autoritären Systemen unterdrückt werden“, fügte Chris-

Robert Berendt hinzu.

Abschließend wurde die Bedeutung der transatlantischen Partnerschaft hervorgehoben. „Die

Rückkehr der USA zu einer multilateralen Weltordnung unter Präsident Biden war ein wichtiges

Signal“, sagte Renata Alt. „Aber jetzt muss Europa unabhängiger werden und eine eigene

handlungsfähige Außen- und Sicherheitspolitik aufbauen, um auf Augenhöhe mit den USA zu

agieren.“

Chris-Robert Berendt ergänzte: „Eine starke europäische Außenpolitik, die Freiheit, Frieden und

Wohlstand sichert, ist unverzichtbar. Nur so können wir auf die Herausforderungen der Zukunft

vorbereitet sein.“

Die FDP setzt sich für eine Außenpolitik ein, die klare Werte vertritt und zugleich die

europäischen Interessen schützt – für ein starkes, geeintes Europa in einer globalisierten Welt.

Chris-Robert Berendt und Renata Alt in Aalen